
Querschnitt einer Wärmepumpe
Kollektorschema (Bild: Hautec)
Die Sonne produziert im Jahr 17.000 mal so viel Energie, wie alle Menschen auf der Welt zusammen brauchen. Jahr für Jahr und völlig kostenlos! Diese Sonnenenergie wird in unserer Umwelt in großen Mengen gespeichert, und zwar in der Luft, im Wasser und in der Erde.
Wärmepumpen machen sich diese Energie zu Nutze! Bis zu 80% des benötigten Energiebedarfs für die Heizung und die Warmwasser-Aufbereitung werden von der Umwelt kostenlos bezogen! Die Heizkosten liegen deutlich unter denen eines konventionellen Wärmeerzeugers und zusätzlich entlasten sie unsere Umwelt!
Die Wärmepumpe arbeitet im Prinzip wie ein Kühlschrank: gleiche Technik - umgekehrter Nutzen. Die Wärmepumpe „pumpt“ Wärme aus der Umwelt auf ein höheres Temperaturniveau, das vollkommen genügt, um Ihr Haus zu beheizen. Selbst wenn draußen klirrende Kälte herrscht, holt die Wärmepumpe aus Erde, Wasser oder Luft noch so viel Wärme, wie Sie zum Heizen brauchen. Dies geschieht innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs mit Hilfe eines Arbeitsmittels, das zwischen Verdampfer, Kompressor und Absorber zirkuliert.
Experteninfo: Übrigens wussten Sie, dass die Wärmepumpe zum ersten Mal 1855 von einem Österreicher namens Peter Ritter von Rittinger in der Saline Ebensee bei der Salzgewinnung eingesetzt wurde?
Funktionsschema Sole-Wasser
Erdwärme-
Kollektoren
Funktionsschema
Tiefenbohrung
Funktionsschema Grundwasser
Funktionsschema Luft
Luft-Wasser-Wärmepumpe (Outdoor)
Die Temperaturen im Erdreich sind zu allen Jahreszeiten relativ konstant (8 - 12 °C). Zur Nutzung dieser Erdwärme gibt es zwei Möglichkeiten:
1) Erdwärmekollektoren:
Im Garten wird ein Erdkollektor waagrecht in ca. 1,2 Metern Tiefe verlegt, dieser nimmt die Energie aus dem Erdreich über die im Kollektor befindliche Flüssigkeit (Sole) auf und transportiert diese an die Wärmepumpe weiter. Durch die Wärmepumpe wird die Umweltenergie in Heizenergie umgewandelt. Die abgekühlte Sole-Flüssigkeit wird wieder in das geschlossene Erdkollektorsystem zurückgeleitet und nimmt dort wieder Energie auf.
2) Erdwärmesonden:
Die Sonden werden senkrecht in den Boden eingelassen. Gebohrt wird pro Sonde meist etwa 80 bis 100 Meter tief. Die Erdwärmesonde benötigt sehr wenig Platz und ist daher bei kleinen Gärten zu empfehlen.
Eine der effektivsten Wärmequellen ist Grundwasser. Es ist der ideale Speicher von Sonnenwärme und bietet optimale Voraussetzungen für die Wärmepumpe. Selbst an den kältesten Tagen beträgt die Wassertemperatur 7 bis 12 °C. Über einen Förderbrunnen wird das Grundwasser entnommen. Das abgekühlte Wasser wird in einen Schluckbrunnen bzw. Sickerbrunnen zurückgeführt. Das Grundwasser wird dabei nicht verunreinigt. Der Grundwasserspiegel sollte allerdings nicht tiefer als 15 Meter liegen und es muss ausreichend Grundwasser vorhanden sein.
Sie suchen nach einer besonders wirtschaftlichen Lösung, um Ihr Haus mit einem hohen Anteil an Sonnenwärme zu beheizen bzw. Sie wollen auch bei der Heizungssanierung die Vorteile der Wärmepumpe nutzen?
Dann ist Luft genau die richtige Wärmequelle für Sie! Luft gibt es überall. Außerdem kann sie ohne baulichen Aufwand erschlossen werden. An einer unauffälligen Stelle im Garten oder im Haus aufgestellt, liefert die Außenluft-Wärmepumpe den größten Teil Ihrer Heizenergie. Unsere Luft-Wärmepumpen können Ihr Haus ganzjährig heizen, an extrem kalten Tagen kann ein Elektroheizstab oder ein vorhandener Heizkessel zugeschaltet werden.